Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/2122/9507
AuthorsBraun, T. 
TitleAnmerkung zur Informierung der Bevoelkerung vor dem L’Aquila-Erdbeben am 6. April 2009
Issue Date2014
Series/Report no.1/(2014)
URIhttp://hdl.handle.net/2122/9507
KeywordsL'Aquila,
trial
Subject Classification05. General::05.03. Educational, History of Science, Public Issues::05.03.99. General or miscellaneous 
AbstractDer ehemalige Vizechef des italienischen Nationalen Zivilschutzes (NZS), Elvezio Galanti, erzählte mir einmal, dass er vor vielen Jahren zu einem Arbeitsbesuch in Tokio war, als sich vor der Küste Japans ein schweres Erdbeben ereignete. Als er die Erdstöße bemerkte, stand er von seinem Schreibtisch auf, begab sich durch die nächste Tür Richtung Ausgang, eilte (wohlweislich den Aufzug vermeidend) die vielen Stockwerke des Treppenhauses herunter, bis er dann endlich ins Freie gelangte. Als er sich umschaute, stellte er auf einmal fest, dass er ganz alleine auf der Straße war. Er war zwar nicht der einzige Überlebende dieses Bebens, aber der einzige, der gerannt war. In Japan bewahrt die Bevölkerung die Ruhe, vertraut der Qualität der Bausubstanz, bleibt im Gebäude und begibt sich höchstens unter einen Tisch oder stellt sich in einen Türrahmen. In Italien hingegen gibt es auch heute noch Gebäude, die auch ohne Erdbeben einstürzen. Daher gilt im Falle eines Erdbebens nur eine Regel, und die heißt: „Raus und zwar so schnell es geht“. Sobald sich in Italien spürbare Erdbeben ereignen, schlafen die meisten Bürger daher außerhalb ihrer Wohnung, meist im Auto oder im Camper. Das ist so seit Jahrzehnten der Brauch. Das bekommen bereits die Kinder in die Wiege gelegt. Das galt schon immer!
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